Hey ihr.(:
Auch, wenn ich ein bisschen spät bin, möchte ich euch doch von meinen Feiertagen hier in Kanada erzählen. Ich hatte richtig viel Spaß & bin sehr dankbar, dass ich solch unglaublich liebe Menschen um mich habe, die sie gemeinsam mit mir erlebt haben.(:
Weihnachten
2011 war ich so sehr in Weihnachststimmung wie schon lange nicht mehr. Christmas Carols waren schon Ende Oktober sehr angesagt und dekoriert wurde auch schon Mitte November. Umso mehr hat es mich gefreut, dass amerikanische Weihnachten oft aus deutscher Sicht ein wenig "too much" sind, denn ich konnte wirklich nicht genug kriegen von all den Girlanden, den Weihnachts- und Schneemännern.
Am Heiligabend haben wir eigentlich nicht so viel gemacht, denn hier in Kanada ist der einfach nicht so wichtig wie in Deutschland. Ohne Bescherung und Weihnachtsessen bleibt dann ja auch nicht viel über, außer nett zusammen zu sitzen, Plätzchen zu naschen und Spiele zu spielen. Es war aber ein echt schöner Abend & hat die Vorfreude auf den nächsten Tag noch verstärkt.
Am Morgen des 25. bin ich schon um 5 Uhr morgens aufgestanden, um meine Geschenke unter den Baum zu legen. Schließlich kommt bei uns ja noch Santa wegen meiner kleinen Gastschwester Natalia (4). Dann, als alle anderen auch wach waren, haben wir uns im Pyjama um den Weihnachtsbaum gesetzt und angefangen, auszupacken. Man, was war ich aufgeregt! (:
Beim Einpacken der Geschenke sind die Kanadier aber ziemlich entspannt. Statt jedes Geschenk einzeln einzupacken - wie ich das jedes Jahr zu tun pflege - wird einfach eine Geschenketüte gekauft und rein damit. Auch eine Variante und definitiv umweltfreundlicher; trotzdem ist die Spannung nicht ganz so groß. Ich hatte wirklich schöne Geschenke, nicht nur von meiner Gastfamilie sondern auch von meiner Mama und meiner besten Freundin, die mir ein Paket zugeschickt hatten. Zuckersüß; nochmal danke dafür.:*
Von meiner Mama habe ich ganz viele Naschis bekommen, sowie Klaviernoten und Socken. Von meiner Besten habe ich ein wunderschön gemaltes Bild bekommen, ein eingerahmtes Foto und ebenfalls Naschis (unter anderem eine Spongebob-Schokolade.
) Die Geschenke meiner Gastfamilie waren eher praxisorientiert, was heißt: Klamotten. Aber warme Sachen, und das muss im Winter ja auch sein.
Den Rest des Tages haben wir kuschelig vorm Fernseher verbracht, mit Weihnachstfilmen, Süßigkeiten und heißer Schokolade. Am Abend hatten wir dann eigentlich das Christmas Dinner geplant, aber wegen dem ganzen Süßkram hatte keiner wirklich Hunger, also haben wir das spontan auf den 26. verlegt. Man muss ja auch ein bisschen flexibel sein. War übrigens sehr lecker! (:
Alles in allem hatte ich wundervolle Weihnachten und das hat auch den Wehmut, es nicht zu Hause zu verbringen, in den Hintergrund rücken lassen.
Silvester
An Silvester sind wir zum Big White Ski Resort gefahren, welches ungefähr eine Stunde von Kelowna entfernt hoch oben auf einem Berg liegt und einfach nur wunderschön ist. Wir sind um 17 Uhr angekommen und haben uns dann erstmal ein wenig umgesehen, bzw. meine Gastfamilie hat mir alles gezeigt. Dort gibt es einen Skating rink, eine Tubingbahn, eine Snowmobiling-Route und natürlich super viele Ski- und Snowboardpisten.
Außerdem gibt es kleine "Dörfchen", wo man verschiedene Pubs findet oder einfach große Säle mit langen Tischen zum Essen. Genau in so einem Saal haben wir uns nach unser Erkundungstour mit Freunden meiner Gastfamilie getroffen und ein leckeres Dinner gehabt. Das war sehr interessant, denn ich habe zum ersten Mal in meinem Leben "Tofurky" gegessen, ein Truthahnimitat aus Tofu. Schmeckte gar nicht so schlecht.
Nach dem Essen sind wir dann zur Tubingbahn gegangen. Ich habe das vorher noch nie gemacht und kannte es auch nicht, jedenfalls nicht unter diesem Namen. Deshalb erkläre ich glaube ich kurz nochmal was tubing eigentlich ist: Man setzt sich in einen Gummireifen mit zwei Schlaufen und einen Ring hinten dran und wartet darauf, dass man in den "Lift" eingeklinkt wird. Oben angekommen sucht man sich dann eine Bahn aus, da gibt es auf Big White fünf Möglichkeiten: Zwei steilere Bahnen, die separat liegen und drei Bahnen, die sich in der Breite und dadurch auch leicht in der Schnelligkeit unterscheiden. Wenn man dann an seiner Bahn steht, gibt einem ein netter Mitarbeiter noch einen Schubs und schon rutscht man nach unten. Ist im Prinzip wie Teppichrutschen in Vergnügungsparks & macht mindestens genau so viel Spaß.(:
Nach einer Weile hatten wir aber keine Lust mehr und haben uns aufgeteilt. Meine Gasteltern haben sich um Natalia gekümmert und meine andere Gastschwester Nevena (12) und ich haben uns per Gondel auf den Weg in das höher gelegen Dörfchen gemacht. Während unten eher kindgerechtes Feiern stattfand, waren oben Jugendliche versammelt; bereit, sich voll einen hinter die Binde zu kippen. Deswegen haben wir uns entschieden, erst fürs große Feuerwerk wieder raufzukommen.
Um Punkt 12 Uhr sind dann die ersten Feuerwerkskörper gen Himmel gestartet und leuchteten in allen Farben. Weil es so wunderschön war, haben die grölenden Leute drumherum auch nicht so gestört. Als das Feuerwerk vorbei war, sind wir dann ein wenig müde nach Hause gefahren und haben die ersten Stunden von 2012 muschelig im Bett verbracht.
Übrigens folgt in den nächsten Tagen noch ein Fotoblog Weihnachten/Silvester.(:
Am Dienstag musste ich dann auch schon wieder zur Schule, aber das hat mir gar nicht so viel ausgemacht. Schule ist immer noch voll toll.C:
Ich hoffe, ihr hattet auch so wundervolle Weihnachten wie ich und seid gut ins neue Jahr gekommen! (: Ich kann es gar nicht fassen, dass 2011 schon vorbei ist.. was leider auch bedeutet, dass ich in weniger als einem Monat schon wieder nach Hause fliege.
Wobei, eigentlich bin ich ja schon zu Hause.♥
An alle meine Freunde & Familie, ich hab euch unglaublich lieb und freue mich schon, euch alle wiederzusehen.:**
Alles Liebe,
Tim.(:
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