Reise ans SCHÖNSTE ENDE der Welt

 

                             KIA ORA in AOTEAROA!

                 Das ist maorisch und heißt soviel wie

"Herzlich willkommen im Land der langen weißen Wolke!"

Doch bis zu dieser herzlichen Begrüßung war es ein sehr langer Weg. 

Am 24. Juli sind 21 GLS-Schüler mit mir in den Flieger nach Neuseeland gestiegen.
Vor ihnen lag ein spannender Schulaufenthalt. Vor mir ein faszinierender Urlaub. 
NEUSEELAND - der fast unglaubliche Traum wird endlich Wirklichkeit!

Ich bin Jens und ich hatte schon mehrfach die Ehre, unsere Austauschschüler an ihre Traumziele bringen zu dürfen. Dieses Mal ging es in die südliche Hemisphäre, ans andere Ende der Welt. Weiter weg von Zuhause war ich noch nie. Vor uns standen ein ewig langer Flug und drei Tage Orientierungs-Veranstaltung, die GLS für alle anbietet, die zum Schüleraustausch nach Neuseeland gehen.

Getroffen habe ich meine ersten fünf Reisebegleiter in Berlin, wo wir in den Zubringerflug der Lufthansa nach Frankfurt am Main eingecheckt sind. Erkannt haben wir uns natürlich an den roten GLS-T-Shirts.  

In Frankfurt sind dann auch die anderen 16 Leute zu uns gestoßen - aus Hamburg, aus München, aus Zürich, aus Düsseldorf und aus der Frankfurter Region.

Noch mal alle Papiere und Unterlagen gecheckt. Schon mal abgefragt, an welche Schule die anderen so gehen. Und noch schnell ein letztes Burger-Menü bei Mäcces geholt.

Dann stand er da, unser Flieger von Singapore Airlines, der uns via Singapur nach Auckland bzw. Christchurch bringen sollte.

Das Herz fing an, schneller zu schlagen. Die Aufregung nahm rapide zu. Jetzt wurde es wirklich ernst. Mit dem Schirtt an Bord gab es kein Zurück mehr. Nun hieß es: heute abfliegen und erst am übernächsten Tag ankommen - in ganz, ganz weiter Ferne. 

Zunächst waren es 12,5 Stunden nach Singapur. Das Bordprogramm war voll von guten Filmen und Fernsehserien. Man hatte die freie Wahl. Jeder Sitz hatte seinen eigenen Monitor. Und wenn man keine Filme sehen wollte, konnte man auch "Wer wird Millionär" spielen, seine Sprachkenntnisse aufbessern oder sich über sein Zielland informieren. So verging die Zeit wie im Fluge.

Dann folgten fünf Stunden Aufenthalt auf dem wohl weltbesten Flughafen. Einen besseren habe ich wirklich noch nie erlebt. Zum einen ist er gigantisch groß. Zum anderen gibt es hier WiFi, PCs mit Internetzugang, Kino, Massagesessel, Ruheliegen, einen Schmetterlingsgarten, einen Teich, in dem Fische schwimmen, die einem an den Füßen knabbern usw. - und das alles völlig kostenlos! Und für wirklich wenig Geld kann man hier auch duschen gehen, sich eine Nackenmassage verpassen lassen oder im Swimmingpool ein paar Bahnen schwimmen. Massig shoppen kann man hier natürlich ebenso wie die asiatische Küche probieren. 

Und schon ging es weiter für unsere erste Gruppe nach Christchurch auf die Südinsel; und wenig später waren dann auch meine Leute und ich dran mit dem Boarding in den Flieger nach Auckland auf die Nordinsel. Noch einmal knapp zehn Stunden Flug.

Aber super traumhaft! Rein in die Nacht und hinein in einen brillanten Sonnenaufgang ...

... weiter über den schneeweißen Wolken ...

... kamen wir unserem Ziel immer näher.

Und so sieht er aus, der Anflug auf Auckland. 

Zunächst musste jeder für sich durch die Einwanderungsbehörde. Hat ohne Probleme geklappt.

Dahinter gab es etwas, was ich auch noch nie gesehen habe, die BioSecurity.
Wenn du Wanderschuhe mitbringst, wird hier geprüft, ob da auch kein Dreck in der Sohle klebt. Falls doch, dann musst du putzen. Wenn du ein Zelt mitbringst, musst du es zum Desinfizieren aufspannen. Und auch bei Obst, Gemüse und Milchprodukten kennt die BioSecurity kein wirkliches Pardon. Nur bei Schweizer Schoki waren die Officers entspannt und haben sie durchgehen lassen.  

Dann sind wir raus. Und die schlechten Wetterprognosen, die ich noch kurz vor unserem Abflug für Auckland im Internet gelesen hatte, haben sich Gott sei dank nicht bewahrheitet. Es waren bei strahlendem Sonnenschein 18°C. Ja, hier ist gerade Winter! 

Erst mal Hello! sagen zur neuen Heimat. 

Da stand auch schon der Bus, der uns ins Stadtzentrum zu unserem Hostel bringt. 

Die Spannung war hier wohl am allergrößten, so ganz knapp vor dem Ziel.

Im Hostel konnten wir erst einmal die Zimmer beziehen und uns ein wenig ausruhen.

Ich war fix und fertig nach diesem Flug. Und so richtig gerafft, wie viel Stunden Flug ich gerade hinter mich gebracht hatte, und wo mein Biorhythmus jetzt neu einrasten musste, habe ich eine ganze Weile noch nicht richtig. Jedenfalls musste ich mich erst mal ins Bett packen.

Ein paar andere haben aber die Gelegenheit der zentralen Lage unseres Hostels genutzt und schon mal die Queen St mit ihren Geschäften ausgecheckt. 

Zum frühen Abend waren wir dann mit Jeremy von der GLS-Partnerorganisation Worldwide verabredet. Jeremy ist von seiner Abstammung her englisch, lebt aber mit seiner südafrikanischen Frau schon seit Ewigkeiten hier in Auckland. Er hat uns zum Sky Tower gebracht.

Und nur mal angemerkt: Der Sky Tower ist der höchste Turm auf der gesamten südlichen Hemisphäre. Da kannste lange in Australien, Südafrika, Brasilien oder sonstwo nach was höherem suchen! Findeste nichts!

Rein theoretisch hätte hier auch die Möglichkeit bestanden, von ganz oben einen Bungee Jump zu machen. So als Willkommenssprung in die neue Heimat. Aber theoretisch eben nur, denn es war den Betreibern schon zu dunkel. Gereizt hätte es mich schon. Ob ich es mich gewagt hätte ... ich weiß es nicht. Da bin ich schon ein wenig Schisser. 

 

 

Was für einen spektakulären Blick man von hier aus über die gesamte Stadt hatte ...

Hier hat Jeremy uns auch erzählt, dass Auckland auf 56 Vulkanen gebaut ist. Und als er seiner Frau berichtete, dass ihr Haus direkt auf einem Krater steht, war sie anfänglich gar nicht entspannt über diese Message.

Paar Beweisfotos von hier oben müssen schon sein.

Und auch ich brauche meinen Proof. 

Der Zeitpunkt hätte nicht besser gewählt sein können. Der Himmel noch dunkelblau vom erst hereinbrechenden Abend; die Straßen und Häuser bereits hell erleuchtet. Seht's euch selber an!

 

 

... und nun stell dir deinen Bungee Jump in dieses Lichtermeer noch dazu vor.

Die Müdigkeit hat uns nach dem Besuch des Sky Towers gezeichnet. Das Abendessen wollten wir trotzdem nicht ausfallen lassen. Bei Domino Pizza waren schon einige Pizzen vorgeordert, die wir nur noch abholen mussten. 

Gegessen haben wir sie dann in unserem Hostel. 

Anschließend ging nicht mehr wirklich viel. Jeremy hat sich für heute verabschiedet. Und wir haben dann auch nicht mehr lange gemacht. Der Jetlag hatte voll zugeschlagen. 

 

*** TAG 2 ***

Nächsten Morgen waren wir wieder Opfer des Jetlags. Mitternacht bin ich wach geworden, habe mich noch bis 3:00 Uhr im Bett geräkelt. Danach konnte ich partout nicht mehr einschlafen. Gerne wäre ich ja auf die Straße gegangen, aber da war nichts los. Für 8:00 Uhr war erst Frühstück angesetzt. Ich habe mir die Zeit mit Rugby im Fernseher totgeschlagen. War spannend und eine sehr gute Vorbereitung auf den zweiten Tag unserer Orientierungs-Veranstaltung.

Jeremy hat uns punkt 9:00 Uhr im Hostel abgeholt und rüber in die Bibliothek von Worldwide gebracht. 

Hier gab es dann eine Einführung in die Geschichte des Landes, in die Kultur (oder sollte ich sagen "Mischkultur" der Pakeha* und Maori?), in den Alltag der Leute, in den Schulalltag und alles, was uns noch so interessierte. Im Vorfeld hatte jeder schon sehr viel gelesen und gehört (grüne Insel, Herr der Ringe, mehr Schafe als Menschen, kleine Schwester Australiens usw.). Dies war der perfekte Zeitpunkt, alles zu bequatschen. 

*Oh, du weißt nicht, wer oder was die Pakeha sind? Das sind die eingewanderten Weißen. So ist ihr Begriff auf maorisch. 

Hört sich langweilig an? War es auf gar keinen Fall! Oder hättest du gewusst, dass ...

... NZ das erste Land auf der Welt war, das das Frauenwahlrecht eingeführt hat?
... der erste Bezwinger des Mount Everest der Neuseeländer Edmund Hillary war?
... Auckland, die größste Stadt des Landes, auf Massen an Vulkanen errichtet ist?
... NZ so groß wie Japan ist?
... 

Frontalveranstaltung? Nein Danke! Jeremy hat uns gleich mal durchmischt, so dass keine Langeweile aufkommen konnte. 

Nun ging es an das alltägliche Wissen - an den Slang der Kiwis. Hiermit wird man jeden Tag konfrontiert. Und wenn jemand auf dich zukommt und "sweet as bro" sagt, alles nicht so "dodgy" findet, sondern mehr "wicked", und dich vielleicht zum Wochenende auf seine "bach" einlädt, wo du aber deine "jandals" und "togs" mitbringen sollst, dann ist es schon ganz gut, all das Vokabular hier schon mal gehört zu haben. "No worries!"

Und jetzt ging es ans Eingemachte. Jetzt ging es um die Ehre eines ganzen Landes. Nun drehte sich alles um Rugby, den Sport, mit dem sich die ganze Nation identifiziert.

Das Wichtigste: Die All Blacks sind das nationale Rugby-Team. In der Welt werden sie gegenwärtig als das beste Team gehandelt. Und dieses Jahr finden die Rugby-Weltmeisterschaften in Neuseeland statt. 

Da muss man einfach hin und dann natürlich auch die Regeln kennen. 

Wie geht das Spiel? Du hast einen ovalen Ball. Der wird nach vorne gespielt.

Pässe erfolgen aber nur nach hinten. 

Ein "scrum" beginnt mit einem Team-up. Der kräftigste Typ kommt in die Mitte.

Dann erfolgt der Pass zum Läufer, der einen "try" hinter der "try line" "scoren" soll.

Wenn das klappt, dann hat man noch die Möglichkeit, den Ball über die "goal posts" zu "kicken".

Was man ebenfalls versuchen kann, ist einen "tackle" zu machen, also jeamden anderen zu foulen. Hier zeigt uns Jeremy an Raoul gerade, wie das anzustellen ist.

Das absolute Heiligtum des neuseeländischen Rugby ist der Haka, der Kriegstanz zu Beginn eines jeden Spiels. Faszinierend furchteinflößend. Da wir den nicht nachtanzen konnten, gab's den auf der Leinwand zu sehen.

Und was du auf gar keinen Fall tun darfst: Rugby mit Amercian Football verwechseln!!!

Es war wieder Zeit für Mittag und es gab typisch neuseeländisch Fish and Chips.

Anschließend wartete bereits der Bus auf uns, um uns mit auf Tour durch die Stadt zu nehmen.

Erster Landungspunkt war Mt Eden, der am höchsten liegende Vulkankrater.

Von hier aus hatten wir wieder - nun bei Tageslicht - einen super Blick über Auckland ...

... wovon natürlich auch gleich die nächsten Fotos geschossen werden mussten. 

Und für die Lieben daheim folgen die Anwesenheitsfotos ...

... vor der Skyline Aucklands, der neuen Heimat.

Nein, auch wenn es so aussieht, dieses Foto ist mal nicht gestellt. 

Dies ist aber gestellt. Und zwar hat jeder Krater ja auch einen Mittelpunkt. So auch der von Mt Eden. Und es ist viel zu verführerisch, statt nur vor diesem Krater stehen zu bleiben, in ihn hinein zu klettern. Klettern? Na ja, rutschen war eher angesagt, denn der Rasen hier drin war rutschig nass, so dass ich mehr geschlittert als geklettert bin. 

Fünf von unserer Gruppe haben oben auf uns gewartet. Offiziell hätten wir das wohl auch tun sollen, denn: Do not enter the crater!

Ups, war da was??? Die Trampelpfade in den Krater hinein haben uns nicht die leiseste Idee davon gegeben, dass wir gerade etwas Unerlaubtes tun. Dies soll bitte nicht als Aufruf zur Gesetzeslosigkeit fehlinterpretiert werden! Wir hoffen inständig, den Grashalmen geht es wieder gut 

Anschließend hat uns der Bus rüber zum Auckland War Memorial Museum gebracht.  In diesem Museum ist eigentlich eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Museen integriert, vom botanischen Garten (s.u.) über ein Naturkundemuseum bis zu einer ganz großen historischen Ausstellung, wo der Schwerpunkt der ersten Etage nur auf der Maori-Kultur liegt. Und das war auch unser Interesse.

Hier sind wir im Gemeindehaus eines Maori-Dorfes, eins zu eins im Museum nachgebaut. 

Als wir wieder aus dem Museum rauskamen, war das Wetter gar nicht mehr so schön. Es fing an zu winden und die ersten Regentropfen gaben uns eine Idee von dem, was wir zum Abend hin zu erwarten hatten. 

Dabei war doch für den Abend als Highlight noch ein Ausflug zu einem Rugby-Spiel oder -Training angesetzt worden. Die Spieler konnten einem richtig leid tun, als sie durch das nass-kalte Wetter durchs Training gepeitscht wurden. Wir haben uns lieber in den Rugby-Club zurückgezogen und hier unser Abendessen zu uns genommen. 

Viel mehr konnten wir den Abend auch nicht mehr machen. Ich bin noch mit ein paar Leuten hoch zur K Street gegangen, wo aber auch nicht mehr viel los war. Dann haben wir uns noch in ein Zimmer zum Quatschen gesetzt. Und dann mussten die Koffer auf ein Neues gepackt werden. Es ist unglaublich, wie zwei Koffer in zwei Tagen so durcheinander gebracht werden können, dass sie nach dieser kurzen Zeit bereits generalüberholt werden müssen. Aber nun galt es auch, die Gastgeschenke zu oberst zu sortieren, denn morgen wollte man bei der Abholung nicht mit leeren Händen dastehen. 

Und dann war auch wieder Schicht im Schacht. Es war spät und der Jetlag war auch heute immer noch nicht ganz weg.

 

*** TAG 3 ***

Am dritten Tag, dem letzten unserer Orientierungs-Veranstaltung, drehten sich alle Gedanken nur noch um die eine Fragestellung: Wie wird meine Gastfamilie wohl im richtigen Leben sein? Vor unserer Ankunft hatte sich jeder bereits mit ihnen kurzgeschlossen. Aber auf einmal hieß es, sich tatsächlich auf sie einzulassen, sich in ihren ganz normalen Alltag einzufügen und auch eine Bereicherung für die Familie zu sein.

Die Koffer waren gepackt, Frühstück gegessen und aus dem Hostel ausgecheckt. 

Wir haben es uns in den Couchen der Lobby des Hostels bequem gemacht und der Dinge geharrt. 

Dann war es soweit. 12:00 Uhr, der vereinbarte Zeitpunkt zur Abholung, rückte immer näher. Und 11:30 Uhr ging es mit der ersten Gastschülerin los. Die erste Gastfamilie traf ein, um ihr Familienmitglied auf Zeit in Empfang zu nehmen. Wie herzlich das war! Das Eis war gebrochen. Es ging weiter. Die Gastfamilien haben einen nach dem anderen abgeholt, und mit einem herzlichen Kia Ora! in ihrem Kreise willkommen geheißen. 

Bei der Herzlichkeit, wie meine Schüler von ihren Gastfamilien in Empfang genommen wurden, wusste ich, dass ich sie in gute Hände weitergereicht habe. 

So wie ich die Neuseeländer in meinem anschließenden Urlaub kennen lernen durfte, wusste ich, dass meine 21 Schüler, die ich bis an dieses so wunderschöne Ende der Welt begleiten durfte und mit ihnen drei fantastische Tage in Auckland hatte, sicher eine ganz tolle Zeit hier verbringen werden. Es ist ein wunderschönes Land mit unglaublich lieben, ganz herzlichen Menschen. Ich wünsche allen meinen Schülern herausragende Erfahrungen und ganz viel Freude in Aotearoa, dem Land der langen weißen Wolke, Neuseeland!

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Und wenn du nicht dabei warst, sondern dich nur informieren wolltest, was du alles erwarten kannst: Hier findest du alle Info dazu, wie auch du solch einen spannenden Schüleraustausch nach Neuseeland mit GLS organisiert bekommst. Oder aber du rufst unseren Specialist Agent für Neuseeland Verena Laube unter 030 7800 8953 an. Sie kann dir definitiv all deine Fragen beantworten.