Nachdem ich jetzt zwei Monate hier bin, stellt sich so langsam der Alltag ein, worüber ich mich wirklich freue, weil das ja genau das war, was ich erleben wollte.
Schule
In der Schule läuft immer noch alles super, meine Fächer machen nach wie vor Spaß und ich kenne mich jetzt auch schon ein bisschen besser aus - jedenfalls verlaufe ich mich nicht mehr so oft.
Die Hausaufgaben sind eigentlich auch kein Problem, denn die Themen sind meistens nicht so super schwierig und mit der Sprache klappt es jetzt auch schon besser.
Sprache
Man sagt ja eigentlich, dass man so nach zwei Monaten Aufenthalt im Gastland gut mit der Sprache klarkommt - und das kann ich nur bestätigen! Mein Englisch war nie richtig schlecht, aber klar war man am Anfang noch ziemlich unsicher. Doch mittlerweile muss ich auch gar nicht mehr wirklich darüber nachdenken, wie ich etwas sage, sondern nur noch was ich sagen möchte. Im Englischunterricht in Deutschland musste ich dann schon mal ein wenig überlegen, wie ich den einen oder anderen Satz formulieren sollte, aber jetzt geht das ganz automatisch - was ein echtes Erfolgserlebnis ist! Dazu kommt, dass ich hier auch so gut wie gar kein deutsch spreche, obwohl wir ziemlich viele deutsche Austauschschüler hier haben. Einige machen immer nur etwas untereinander, was ich eigentlich für nicht so angebracht halte. Aber das ist ja deren Entscheidung.
Gastfamilie & Freunde
Mit meiner Gastfamile verstehe ich mich immer noch sehr gut & wenn ich doch mal Probleme haben sollte, weiß ich, dass ich immer zu ihnen kommen kann. Sie sind auch super hilfsbereit, wenn es darum geht, mir z.B. Unterschiede in Essgewohnheiten zu erklären. Vor allem wegen ihnen fühle ich mich jetzt schon richtig wie zu Hause.
Meine Freunde sind über ganz Kelowna verstreut, deswegen sehe ich sie unter der Woche meistens in der Schule und am Wochenende machen wir dann etwas zusammen. Es sind auch nicht nur Kanadier, sondern auch Mexikaner, Japaner, Chinesen und auch eine Niederländerin und eine Französin, also ziemlich international.
Das hat den Vorteil, dass man nicht nur auf jeden Fall englisch spricht, sondern auch unterschwellig neue Kulturen kennenlernt. Ein mexikanischer Freund von mir hat z.B. vor einer Woche zu einem typisch mexikanischen Dinner eingeladen, da haben wir dann Burritos gegessen und Reismilch getrunken.
War echt lecker, nur ein wenig scharf.
Also zusammengefasst kann man sagen, dass mein Leben sich hier langsam einpendelt und in ruhigeren Bahnen verläuft. Ich fühl mich rundum wohl und bin einfach nur total dankbar, dass ich hier sein kann.(:
Ich vermisse euch alle & hab euch lieb.♥
Tim
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